Nothing Gold

Nothing Gold

Joakim

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zwischen Kitsch und Unterkühltheit lotet Joakim auf seinem vierten Album die Grenzen aus. Musik zwischen Spiegelsonnenbrille, Surfmovies aus den 70er Jahren und Schloss Neuschwanstein, aufgenommen in einer Kühlkammer und unter Neonlicht.

Ein Bilderbuchsonnenuntergang und ein das schneebedeckte Schloß Neuschwanstein, mehr Kitsch als auf der Rückseits des „Nothing Gold“-Covers geht kaum. Doch Joakim drittes Album hat auch eine schroffe und außerordentlich kühle Seite, die er auf dem Cover hinter verspiegelten Sonnenbrillengläser versteckt. Musikalisch treibt Joakim sein Spiel mit Retrosounds weiter, versucht sie aber in Songs zu kanalisieren. Dafür hat sich Bouazzis erstmals selbst hinter das Mikro gestellt, eine Entscheidung, die seinen Tracks in jedem Fall gut tut.

Der Respekt, dem man Joakim von allen Seiten für seine Arbeit mit Tigersushi und als Produzent entgegen bringt, dürfte mit „Nothing Gold“ noch ein bisschen größer werden. Hier inszeniert sich einer als notorischer Eigenbrötler, der alles selbst übernimmt und dabei geradezu fahrlässig die Chance verspielt, den ganz großen Coup zu landen. So bleibt „Nothing Gold“ unvollendet, bietet einige der großartigsten Electro-Popsongs der letzten Zeit, denen zum großen Hit lediglich ein besserer Sänger fehlt.

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